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Gino
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Friuli-Venezia Giulia

Die Ecke Italiens, die beschloss, Weißwein könne so ernst sein wie Rotwein — und ihn dann auf der Maische vergor.

80 Weine
4 Erzeuger
€14 Durchschnittspreis

Friaul-Julisch Venetien liegt im Nordosten an der slowenischen Grenze, und sein Ruf beruht fast vollständig auf Weißwein. Die Schlüsselzonen sind der Collio und die Colli Orientali del Friuli, beide Hügellagen auf Ponca — einem Mergel-Sandstein-Boden, der stark entwässert und die Rebe produktiv unter Stress setzt —, darunter in der Ebene der Friuli Isonzo.

Die Leitsorte ist Friulano, bis 2007 Tocai Friulano genannt, bis eine europäische Entscheidung zum Schutz des ungarischen Namens die Umbenennung erzwang. Sie ergibt einen trockenen Weißwein mit charakteristischem bittermandeligem Abgang. Die andere bedeutende autochthone Sorte ist Ribolla Gialla, schlank und zitrisch; daneben entstehen hier einige der überzeugendsten Pinot Grigio und Sauvignon Italiens.

Den größten Einfluss auf den zeitgenössischen Wein übte Friaul von Oslavia an der slowenischen Grenze aus, wo Erzeuger wie Gravner und Radikon ab den 1990er-Jahren dazu übergingen, weiße Trauben wochen- oder monatelang auf den Schalen zu vergären, oft in eingegrabenen Amphoren. Das Ergebnis — tief bernsteinfarben, tanninhaltig, oxidativ — wurde zur Vorlage dessen, was heute Orange Wine heißt.

Rotweine gibt es, und sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, als sie bekommen: Refosco dal Peduncolo Rosso, dunkel und scharf säurebetont, und Schioppettino, pfeffrig und aromatisch — beide fast verloren und beide in jüngerer Zeit wiederbelebt.

Rebsorten in unserer Datenbank

Ribolla Gialla 7 Cabernet Franc 6 Pinot Grigio 6 Friulano 5 Merlot 5 Pinot Nero 4

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Gino, your AI sommelier