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Herkunftsbezeichnung

Vino Nobile di Montepulciano

Die dritte große Sangiovese-Appellation der Toskana — und diejenige, die ein Namensmissverständnis am teuersten bezahlt.

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Das Vino Nobile di Montepulciano gehörte 1980 zu den allerersten italienischen DOCG, gemeinsam mit Barolo und Brunello. Es entsteht rund um die Stadt Montepulciano in der südöstlichen Toskana aus Sangiovese — hier Prugnolo Gentile genannt — zu mindestens 70 Prozent, ergänzt durch Canaiolo, Mammolo oder andere zugelassene Sorten.

Das Missverständnis betrifft den Namen. Montepulciano heißt auch eine Rebsorte, jene des Montepulciano d'Abruzzo, die mit dieser Appellation nicht das Geringste zu tun hat: andere Sorte, andere Region, anderer Wein. Hier ist Montepulciano die Stadt, und die Rebsorte ist Sangiovese. Vermutlich hat keine Verwechslung dieser Appellation mehr an Bekanntheit gekostet.

Die Mindestreifung beträgt zwei Jahre, drei bei der Riserva. Stilistisch liegt der Wein zwischen Chianti Classico und Brunello: wärmer und strukturierter als Ersterer, weniger streng und zugänglicher als Letzterer, mit der dunklen Frucht und Erdigkeit, die den Sangiovese dieses Teils der Toskana kennzeichnen. Der Rosso di Montepulciano DOC ist die junge Variante, schon nach wenigen Monaten im Verkauf.

Seit 2020 gibt es zudem das Vino Nobile di Montepulciano Pieve, eine höhere Kategorie zur Aufwertung der historischen Teilzonen, ausschließlich aus eingetragenen Weinbergen und mit längerer Reifung.

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Montepulciano 8

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