Das Soave liegt östlich von Verona und ist seit 1968 DOC. Die Rebsorte ist Garganega, mindestens 70 Prozent, ergänzt werden dürfen Trebbiano di Soave oder Chardonnay. Interessant macht das Gebiet der Untergrund: Die Classico-Zone auf den Hügeln um Soave und Monteforte d'Alpone liegt auf dunklem vulkanischem Basalt, das flachere Land dagegen auf Kalk und Schwemmböden. Der Unterschied im Glas ist deutlich, das Etikett macht ihn nicht immer sichtbar.
In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde der Name zum Synonym für billigen Industrieweißwein, und der Ruf litt noch lange darüber hinaus. Später wurden die Erträge gesenkt und die Hanglagen aufgewertet: Soave Superiore ist seit 2001 DOCG, und der Recioto di Soave, süß und aus getrockneten Trauben, war bereits 1998 die erste DOCG Venetiens geworden.
Ein guter Hangsoave hat mit der Erinnerung an anonymen Weißwein wenig zu tun: Bittermandel, reife Zitrusfrucht, eine fast salzige Würze und die wenig bekannte Fähigkeit, nach fünf oder sechs Jahren an Komplexität zu gewinnen. Gemessen am Preis zählt er zu den unterschätztesten Weißweinen Italiens.